Individuallösung statt Standardsoftware — wann sich das rechnet
Eine Individuallösung ist nicht automatisch die bessere Wahl. Sie ist an zwei Stellen die richtige — und an allen anderen ist Standardsoftware günstiger, schneller und völlig ausreichend.
Die erste Stelle sind Abläufe, die in keinem Programm vorkommen, weil sie nur in Ihrem Betrieb so laufen. Die zweite ist alles, was heute nur funktioniert, weil eine bestimmte Person es im Kopf hat — und stillsteht, sobald diese Person im Urlaub ist. Für Angebote, Rechnungen und Zeiterfassung gilt das Gegenteil: Da gleicht Ihr Ablauf dem von tausend anderen Betrieben, und dafür gibt es gute Handwerkersoftware von der Stange.
Ob sich ein eigenes System rechnet, ist deshalb keine Glaubensfrage, sondern eine Rechnung — und die steht vor dem Angebot, nicht danach. Ein Beispiel zum Nachrechnen: Bei 300.000 € Materialeinkauf im Jahr sind schon 1 % falsch berechnete Positionen 3.000 €. Besteht eine Aufgabe diese Rechnung nicht, hören Sie das von mir, bevor irgendetwas gebaut wird.
Der Ablauf ist Ihr Vorteil
Ein Konfigurator, ein Kundenportal, eine Erfassung, die genau Ihre Schritte kennt: Das bildet keine Standardsoftware ab — und genau daran hängen Aufträge.
Es hängt an einer Person
Was nur läuft, weil jemand es im Kopf hat, steht still, sobald diese Person fehlt. Im eigenen System steht es für alle, die es brauchen.
Daneben lebt eine zweite Ebene
Die teuerste Lösung ist eine Standardsoftware, um die herum drei Excel-Listen und eine WhatsApp-Gruppe leben. Alles, was dort durchfällt, landet am Ende beim Chef.
Der Rest bleibt Standard
Rechnungen, Zeiterfassung und Buchhaltung laufen weiter wie bisher. Das Betriebssystem ersetzt sie nicht — es übernimmt, was zwischen den Programmen liegen bleibt.









