Eine individuelle Web-App für einen Handwerksbetrieb liegt typischerweise zwischen 12.000 und 80.000 Euro – stark abhängig von Funktionsumfang, Schnittstellen und gewünschter Tiefe. Eine fokussierte Lösung wie ein Kundenportal mit Auftragsstatus beginnt bei ca. 12.000-18.000 Euro. Ein Konfigurator mit Live-Berechnung und CRM-Anbindung liegt bei 18.000-35.000 Euro. Eine komplette Auftragsmanagement-Lösung mit Schnittstellen zu Branchensoftware bewegt sich zwischen 35.000 und 80.000 Euro.
Wie setzen sich die Kosten zusammen?
Typische Phasen einer Individualsoftware-Entwicklung:
- Discovery (1-2 Tage): 1.500-3.500 Euro – Prozess-Mapping, Anforderungen, MVP-Definition.
- Prototyp (2 Wochen): 5.000-9.000 Euro – klickbares Mockup, mit dem Sie die Software fühlen können.
- MVP-Entwicklung (8-12 Wochen): 15.000-50.000 Euro je nach Komplexität – erste produktive Version.
- Rollout und Schulung: 2.000-5.000 Euro – Inbetriebnahme, Schulung Ihres Teams.
- Laufender Betrieb: 150-600 Euro pro Monat – Hosting, Wartung, kleinere Anpassungen.
Wann lohnt sich Individualsoftware gegenüber Standard?
Drei klare Indikatoren: 1) Sie nutzen mehrere Excel-Listen oder Sondersoftware-Lösungen für Prozesse, die eigentlich zusammengehören. 2) Standard-Software bildet Ihre Abläufe nicht ab oder zwingt Sie zu unnötigen Kompromissen. 3) Sie wollen eine Kundenerfahrung anbieten, die der Wettbewerb nicht hat. Wenn alle drei zutreffen, lohnt sich Custom fast immer. Wenn keiner zutrifft, bleiben Sie bei Standard.
Was kann ich für 15.000 Euro bekommen?
Eine fokussierte Web-App, die einen konkreten Prozess in Ihrem Betrieb sauber abbildet. Beispiele: 1) Kundenportal, in dem Bestandskunden Auftragsstatus, Dokumente und Termine sehen. 2) Online-Konfigurator für ein Standard-Produkt (Türen, Treppen, Möbel, PV-Vorauslegung). 3) Internes Tool für Materialerfassung mit Anbindung an Lieferanten. 4) Wartungs-Plattform für Bestandskunden mit automatischer Terminvergabe. Was Sie nicht bekommen: ein komplettes ERP – das beginnt bei 50.000+ Euro.
Wie verläuft so ein Projekt zeitlich?
Typischer Zeitplan einer Software-Entwicklung:
- Woche 1-2: Discovery und Konzept – Prozess-Mapping, MVP-Definition.
- Woche 3-4: Prototyp – klickbares Mockup, das Sie testen.
- Woche 5-12: Entwicklung in 2-Wochen-Sprints – Sie sehen Fortschritte alle 2 Wochen.
- Woche 13-14: Rollout – Schulung, Inbetriebnahme, Feinjustierung.
- Ab Woche 15: Laufender Betrieb mit kontinuierlicher Weiterentwicklung.
Welche Risiken gibt es bei Software-Projekten?
Die häufigsten Fallstricke: 1) Zu viel auf einmal wollen – stattdessen MVP-Logik nutzen und schrittweise erweitern. 2) Keine klaren Akzeptanzkriterien – wir arbeiten immer mit Festpreis pro Phase und klaren Lieferzielen. 3) Vendor-Lock-in – die Codebasis muss Ihnen gehören, nicht dem Entwickler. 4) Keine laufende Wartung eingeplant – Software braucht jährlich 10-15 Prozent der Erstinvestition für Updates und Anpassungen.
Wichtig: Wir liefern Festpreis-Angebote pro Phase. Sie wissen vor Start einer Phase, was es kostet und was am Ende geliefert ist. Keine "Zeit-und-Material"-Abrechnungen, die ausufern.
"Individualsoftware ist keine Frage des Stolzes, sondern der Wirtschaftlichkeit. Wenn Standard 80 Prozent kann, nehmen Sie Standard. Wenn diese 20 Prozent Lücke Sie pro Woche 10 Stunden kosten, lohnt sich Custom."

